Autismus-Therapie-Zentrum

Ziele und Aufgaben
Das vorrangige Ziel des Autismus-Therapie-Zentrums ist es, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (ASS) die Integration in das Leben und die Interaktion mit dem Leben zu erleichtern. Therapeutische Interventionen sollen den Umgang mit den Bezugspersonen in allen Lebensbereichen erleichtern, den Alltag erlebbarer und begreifbarer machen, soziale und kommunikative Möglichkeiten und Fähigkeiten fördern und Fortschritte ausbauen. Familie, Betreuer und weitere Beteiligte (aus dem schulischen und beruflichen Kontext) werden dabei so weit wie möglich in die therapeutischen und pädagogischen Abläufe involviert. (Quelle: autismus Deutschland e.V.)

Unsere Mitarbeiter
Speziell ausgebildetes Fachpersonal sorgt für eine adäquate Förderung und Therapie
• Heilpädagogen
• Rehabilitationspädagogen
• Sozialpädagogen/-arbeiter

Angestrebt sind weiterhin Mitarbeiter aus folgenden Berufsbereichen
• Ergotherapeuten
• Motopäden
• Musiktherapeuten

Fort- und Weiterbildungen gehören für unsere Mitarbeiter zum Standard und dienen der Qualitätssicherung.

Unser Angebot
• Erst- und Folgeberatung bei vorhandener ASS-Diagnose
• Anamneseerstellung
• Hilfe bei der Antragstellung
• Förderdiagnostik
• Therapeutische Interventionen (Ausbau der kognitiven, kommunikativen und sozialen Fähigkeiten)
• Motorische Entwicklungsförderung
• Beratung der Bezugspersonen (Eltern, Lehrer, Erzieher, Ausbilder etc.) je nach Bewilligung
• regelmäßige Elterntreffen

Was ist Autismus?
Der ICD-10 ist ein Klassifikationssystem durch die WHO und bezeichnet Autismus als tiefgreifende Entwicklungsstörung (F84). Sie ist sehr komplex und kann sich in vielen Ebenen äußern. Es finden häufig Störungen der Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitung statt, welche einen Einfluss auf die soziale Interaktion, Kommunikation und das Verhalten haben. ASS ist desintegrativ, was bedeutet, dass der Autismus ein Leben lang bestehen bleibt.

ASS wird in folgende Diagnosen unterteilt

Frühkindlicher Autismus
• Manifestation vor dem 3. Lebensjahr
• oftmals: (leichte) Intelligenzminderung, partielles oder vollständiges Fernbleiben der Sprache

Asperger Autismus
• Manifestation nach dem 3. Lebensjahr
• häufig: Ausbildung von Spezialinteressen; normale bis hohe Intelligenz

Atypischer Autismus
• Manifestation nach dem 3. Lebensjahr
• nicht alle Merkmale von Autismus, diese können in manchen Bereichen stärker und in anderen schwächer ausgeprägt sein
(Quelle: Autismus-Kultur)

Unsere Therapiemöglichkeiten

TEACCH
Der TEACCH-Ansatz (engl.:„Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children“) bedeutet übersetzt die „Behandlung und pädagogische Förderung autistischer und in ähnlicher Weise kommunikationsbehinderter Kinder“. Er verfolgt das Ziel, durch das strukturierte Lernen die Umwelt für den Klienten nachvollziehbarer und überschaubarer zu gestalten. Mit Hilfe von Visualisierungen wie beispielsweise zeitlichen Plänen und Strukturierungen wie Gestaltung des Arbeitsmaterials oder bestimmter Abläufe soll Personen das Leben erleichtert werden. Ein konkretes Beispiel ist hierfür ein Klettplan, auf dem mit Bildkarten die Aufgaben und Spiele für die Therapiestunde dargestellt werden. Nach Erledigung dieser wird die jeweilige Karte in eine Tasche auf dem Plan gesteckt, um zu verdeutlichen, dass diese Aufgabe fertig ist. Die Therapie wird bei jedem Klienten nach seinen individuellen Bedürfnissen erstellt und angepasst, damit ein möglichst großer Fortschritt erzielt werden kann. (Quelle: Autismus Hamburg e.V.; AUTEA gGmbH)

Unsere Räumlichkeiten
Unsere Therapieräume sind sehr reizarm gehalten, weil für viele Klienten eine Umgebung mit bunter Wandfarbe oder vielen Bildern eine Herausforderung ist. Zu unserer Ausstattung gehört ebenfalls ein Motorikraum. Dort befindet sich unter anderem ein Schwebetuch, welches die Tiefen- und Muskelwahrnehmung sowie den Gleichgewichtssinn der Klienten fördert. Eine Motorikrolle lässt den Kindern und Jugendlichen das Gefühl von der Beengtheit des Raumes spüren, was die körperliche Wahrnehmung fördert. Auch im Bällebad fühlen sie die vielen kleinen Bälle, was das körperliche Empfinden ebenfalls verbessert. Für den Motorikraum gilt: Es darf auch einfach mal getobt werden, um nach einer Therapiestunde seine Kräfte aufzubrauchen oder aber in der Hängematte zu entspannen.

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Ihr Ansprechpartner: 
Autismus-Therapie-Zentrum: Isabel Thate