Quartiersentwicklung

Ziel der altengerechten Quartiersentwicklung
In einer immer älter werdenden Gesellschaft, wächst der Bedarf neue Handlungskonzepte zu entwickeln. Ziel der Quartiersentwicklung ist es, den älteren Bewohnern ein Leben so lange wie möglich selbstbestimmt in der eigenen Wohnung und im eigenen Umfeld zu ermöglichen. Berücksichtigt wird dabei ein ganzheitlicher Ansatz, mit den Bereichen Wohnen, Mobilität, Nahversorgung, Freizeit, Soziales, Gesundheit und Pflege.

Förderung
Das Projekt wird durch das Deutsche Hilfswerk gefördert. Als Grundlage der Förderung wurde im Auftrag der Familien- und Krankenpflege Bochum gGmbH eine Situationsanalyse in Auftrag gegeben. Sie bestätigte den Wunsch der Bewohner, bis ins hohe Alter in ihrem Quartier leben zu wollen. Gleichzeitig wurden die einzelnen Handlungsfelder des sozialraumorientierten Quartiersansatzes, nach dem Zielsystem des Kuratoriums Deutsche Altershilfe, kurz KDA, betrachtet und ein Handlungskonzept als Grundlage entwickelt.

Ausgangssituation in Hofstede
Im Jahr 2007 wurde das Gemeindehaus der evangelischen Trinnitatis Kirchengemeinde an der Hordeler Str. 3 in Bochum-Hofstede geschlossen. Durch die Schließung des Gemeindehauses ging den Bewohnern im Quartier eine zentrale Anlaufstelle verloren. Die Familien- und Krankenpflege Bochum gGmbH entschied sich nach Gesprächen mit der Kirchengemeinde dazu, in den Räumlichkeiten eine Tagespflege einzurichten. Ein erster wichtiger Baustein für den Bereich Gesundheit und Pflege vor Ort. Zur Erweiterung der vielseitigen und anspruchsvollen Aufgaben der Quartiersentwicklung wurde der Entschluss gefasst, den Antrag zur Förderung eines Quartiersmanagers zu stellen.  

Umsetzung und Maßnahmen
Seit Dezember 2015 ist Heike Rößler als Quartiersmanagerin für das Quartier Hofstede tätig. Ihre Aufgabe besteht darin, die Umsetzung und Weiterentwicklung des Handlungskonzeptes nach den Zielvorgaben des KDA zu koordinieren und zu begleiten. Dabei ist eine kontinuierliche Zusammenführung und Aktivierung der unterschiedlichen Akteure des Quartiers für eine erfolgreiche Quartiersentwicklung unabdingbar. Nur durch die Vernetzung und das gemeinsame Schaffen, lassen sich die Ziele der Quartiersentwicklung langfristig verwirklichen. Mittlerweile sind viele Projekte und Kooperationen entstanden. Schauen Sie in das Programm unter Veranstaltungen oder auf unseren Terminkalender.

Das Quartiersbüro in Kooperation mit der Vivawest Wohnen, gibt den Bewohnern die Möglichkeit, vor Ort den Kontakt zur Quartiersmanagerin Heike Rößler aufzunehmen.

Öffnungszeiten des Quartiersbüros an der Dorstener Str. 379:
Dienstag: 10.00 – 11.00 Uhr
Donnerstag: 14.00 – 15.00 Uhr

Telefon: 0157 34360827
Mail: h.roessler@fundk-bochum.de

Zusätzlich gibt es das Angebot der Quartierswerkstatt. Sie findet jeden 2. Mittwoch im Monat, von 16.30 – 17.30 Uhr, im Johanneshaus statt. Hier haben die Bewohner die Möglichkeit gemeinsam mit der Quartiersmanagerin Angebote und Projekte nach Ihren Wünschen zu entwickeln. Eine Anmeldung für beide Angebote ist nicht erforderlich.

Bisherige Meilensteine in der ersten Projektphase:

  • Auftaktveranstaltung
  • Demenz unter dem Schirm des Quartiers
  • Wanderausstellung „Was heißt schon alt?“ 
  • Projektpräsentation auf der RehaCare 2016/2017
  • Quartiersbüro
  • Hofsteder Runde
  • Stadtteilspaziergänge
  • Informationsveranstaltungen 
  • Quartierswerkstatt - Bürgerbeteiligung vor Ort
  • Bänke für Hofstede
  • Gesprächskreis für Angehörige von Demenzkranken
  • Selbstbestimmt leben - Pflegeberatung aktuell
  • Erzählcafé mit Zeitzeugen der NS-Zeit
  • Stadtteilspaziergänge mit Rollator
  • Stadtteilfest 
  • Informationsstand – Lebendige Nachbarschaft
  • Stadtteil-Café 
  • Austausch zwischen Alt und Jung – Kinder besuchen die Tagespflege
  • Nachbarschaftsfeste
  • Quartiersbegehungen

Im Frühjahr 2018 wurde das Erweiterungskonzept beim Deutschen Hilfswerk eingereicht um das Projekt für zwei weitere Jahre zu fördern.

Ihr Ansprechpartner: 
Quartiersentwicklung: Heike Rößler 0157 34360827